English version

 

*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   

Reviews zum Album "Mosquito Sunrise"

Reviews zum Album "Razzmatazz"

Sonstige Reviews

Interviews, Berichte, etc. (neues OX-Interview!)

*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   

Reviews zum Album "Mosquito Sunrise"

 

Hulkzine

THE SAVANTS – Mosquito Sunrise (CD – Hulk Räckorz)

Wow! Was ist das denn? Ist das wirklich eine deutsche Band? Klar, ist es! Es ist die neueste Hulk-Kapelle, vier Jungs aus Tübingen, die das Beste sämtlicher Punkrock-Spielarten in einen Topf geworfen haben mit einem gesunden Blick über den Punkrock-Tellerrand hinaus und daraus nun ihren eigenen Sound kochen. Das klingt wirklich beeindruckend, das klingt nach verdammt guter Laune, das klingt einfach genial! Neben ihren Standart-Instrumenten  kommen auch Trompete, Posaune, Akkordeon, Geige und Akkustikklampfe zum Einsatz und das ist wirklich mehr als nur das berühmte Salz in der Suppe. Erstaunlich, mit wie viel Abwechslung hier gearbeitet wird, ja fast schon beängstigend, denn das Programm läuft unter der Überschrift „Punkrock“ und die ein oder andere Band dürfte mittelgroße bis unüberwindbare Schwierigkeiten haben, sich an diesem Punkrock-Begriff messen zu lassen. Typisch treibende Punkrhythmen sind natürlich vertreten, aber gepaart mit Ausflügen nach Polka, Ska, Metal oder Folk ergibt das eine Mischung, die fast schon einzigartig ist und ihresgleichen sucht, zumindest in unseren Landen. Und selbst Rancid könnten das kaum besser machen! 13 der insgesamt 15 Songs werden in Englisch vorgetragen, „Sommer, Sonne, Dosenbier“ und „Urknall“ belegen die schwäbische Herkunft. Die perfekt gesungenen Backgroundchöre machen einfach nur Spaß und garantieren ein unbeschwertes Lebensgefühl. So wie die ganze Scheibe! Ruhig auf Repeat stellen, ein paar Mal und auch bisschen mehr geht das ohne Probleme. :-)

Übrigens auch live ein absoluter Hochgenuss!

(Party, 09/10)

*   *   *

 

Verbotene Fruechte Nr. 19 (Fanzine )

THE SAVANTS – Mosquito Sunrise - CD

(Hulk Räckorz & punk.de, www.punk.de, hulkshop@punk.de)

Verfluchte scheiße, das ist das beste Newcomer-Album seit langer langer Zeit!

Kurzfassung:

2 deutschsprachige Songs, 13 englische => 0 Ausfälle, 15 Hits!

Langfassung:

THE SAVANTS bieten geilsten ohrwurmtauglichen Punkrock. Punkrock?? Das ist nicht so ganz richtig, denn Ihre Songs sind recht abwechslungsreich und so gibt’s auch `ne mittelgroße Tüte Ska sowie einige Beutel Irish Folk, melodycore und zuckersüßen Pop- Punk zu hören. Ich vergleiche ja gerne mit anderen bekannten Bands um mal einen Eindruck für die Unwissenden zu schaffen und so fallen mir bei einigen Songs sofort RANCID, SNUFF und DROPKICK MURPHYS ein. Schlussendlich sind THE SAVANTS aber THE SAVANTS. Und das ist gut so. Bzgl. Ihres Bandnamen musste ich aber erstmal nachforschen. Das SAVANTS-Syndrom haben Menschen, mit kognitiver Behinderung, in einem kleinen Teilbereich außergewöhnliche Leistungen vollbringen. Ihr kennt doch den Film Rain Man mit Dustin Hoffman und Tom Cruise. In dem Film spielt Dustin Hoffman einen Autisten mit diesem SAVANTS-Syndrom. Ich hoffe die 4 Thüringer wollen nicht auch nur einen Teilbereich, die Musik, beherrschen, sondern zumindest auch das Reisen ! Das Reisen und Touren….. Ich will THE SAVANTS Live sehen! Da ich das Album nur als Download bekommen habe, kann ich leider nichts zum Booklet sagen, schade schade. Das gibt ´nen ½ Punkt Abzug, bleiben aber trotzdem sagenhafte: 9½ Points über !

(Karsten Conform, 20.06.2010)

*   *   *

 

Punkrock - Fanzine

THE SAVANTS - "Mosquito Sunrise" (Hulk Räckorz)

Wenn etwas wie die Faust auf's Auge passt, dann diese Band auf eben dieses Label. Fratz, hier hast Du Dir eine kleine unschuldige Sahnetorte an Bord gezerrt! Die vier Savants spielen Melodypunk mit Ohrwurmcharakter der so auch in den Neunzigern auf Fat Wreck hätte erscheinen können. NOFX haben sicher auch einen prägenden Einfluss hinterlassen. Die Band spielt seit 2007 in der Besetzung und hat sich u.a. eine Fan-Base in Russland aufgebaut, dort spielen sie scheinbar regelmäßig auf größeren Festivals und werden, wie auf den Tour-Bildern zu sehen ist, offensichtlich ziemlich abgefeiert. Zu Recht, geht mir so arg heiterer Kram auch nicht immer so gut rein, aber die Savants schaffen es durch die Bank zu unterhalten. Einziger Kritikpunkt ist vielleicht das etwas naive Artwork mit der hässlichen Fliege und na ja, eins noch, macht nicht noch mehr Fässer auf, der popige Punkrock mit loser Folknote steht Euch gut zu Gesicht.

Dennisdegenerate (Juni 2010)

Zur Quelle (14.10.2010)

*   *   *

 

 

Wochenblatt Regensburg

Review: THE SAVANTS - "Mosquito Sunrise" (Hulk Räckorz)

SKA-PUNK / CRUST: Aus dem Hause Hulk Räckorz kommt das neue Album der Tübinger Band The Savants. Auf Mosquito Sunrise gibt‘s frischen, treibenden, fröhlichen Punkrock mit reichlich Ska und keinerlei Berührungsängsten – Hauptsache, es rockt, und das tut es hier auf hohem Niveau. Die vier Jungs sind gestählt durch reichlich Konzerterfahrung – mit dem Material live garantiert ein echter Bringer.

(ik, Mai 2010)

*   *   *

 

Pankerknacker 

Review: THE SAVANTS - "Mosquito Sunrise" (Hulk Räckorz)

Aus dem Bandinfo entnimmt man folgendes Erfolgsrezept: 2kg Punkrock, 800g Ska, 1 Quäntchen Pop, ¼ l Folk, 1 Prise Klassik und 4cl Metal, das alles bei 50°C unter Bühnenscheinwerfern backen, woraus schließlich eine explosive Mischung aus treibenden Rhythmen, eingängigen Melodien und ansteckenden Bewegungsdrang entsteht.
Besser hätte ich es nicht beschreiben können, die vier Tübinger von den Savants lassen es mit ihrem neuen Album ganz schön krachen. Zu recht dürfen sich die Jungs auf einem so namhaften Label wie Hulk Räckorz beweisen. Hier im Süden hält man halt noch zusammen und eine Hand wäscht die andere. Nee, ernsthaft die Savants beweisen wirklich musikalisches Können und wie ihr es oben schon entnehmen konntet, eine wirklich große musikalische Vielfalt. Ebenfalls nicht zu verachten die kraftvoll, dreckige Stimme und die schönen Chöre im Hintergrund, dazwischen sorgen super Gitarrensolis und zweistimmiger Gesang für Abwechslung. Zudem sind die Jungs nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich erste Sahne. Ich geh davon aus dass in diesem Jahr den vier Jungs nichts mehr im Wege stehen wird, um komplett durchzustarten, nach dem sie den Ostblock schon erobert haben. Man darf gespannt sein!!

(Damian von Tora Bora)

*   *   *

 

Schwäbisches Tagblatt

Dose statt Magnumflasche - THE SAVANTS brachten ihr neues Album bei einem Punk-Label unter

Vollgas mit und ohne Hirn: Die Tübinger Band THE SAVANTS veröffentlichte ihr zweites Allbum MOSQUITO SUNRISE

"Schampus lass zuhaus, pack die Dose aus", huldigen THE SAVANTS dem guten alten Hansa-Pils aus der Büchse - palettenweise und nicht zwingend gekühlt. "Sommer, Sonne, Dosenbier" heißt der programmatische Song auf dem neuen Album MOSQUITO SUNRISE der vier Tübinger Punk-Musiker. Das Cover ziert eine verspulte Biene-Maja-Moskito-Kreuzung mit Iro und Joint - ja, das könnte herauskommen, wenn man besagtes Trio "Sommer, Sonne, Dosenbier" mit der Musik der Savants mixt: ein (lohnenswerter) Monster-Kater. Die Konsumenten werden außerdem ihre Glieder spüren, seien es die blauen Flecken vom Pogen, seien es lädierte Muskelpartien wegen des Abzappelns zum Offbeat. Der Sound auf dem zweiten Album der Band geht meist kompromisslos nach vorne, garniert mit Rock, Ska, Gypsy Brass und auch mal Folk. In "Carnival" knallt Drummer Eckuzz Energy (René Eckardt) gnadenlos die Sechzehntel durch und Tobster (Tobias Keppeler) jagt maschienengewehrartige Gitarrensalven hinterher. Noch mehr Dampf steuert Bassist Bernd Steinzimmer (Bernd Kaiser) im Selbsthuldigungs-Opener "Introglycerin" bei. Das ist - Verzeihung für den Ausdruck - voll auf die Fresse. Den ruppig dazu tanzenden Mob kann man sich bestens vorstellen. Das darf auf keiner Punkscheibe fehlen, sich aber nicht darin erschöpfen. Tut es auch nicht: In "Bliss" macht sich Sänger dog mrdn (Martin Brunner) scharfzüngig über die Happy-Kläppi-Fraktion lustig - die Stimme sonor, mal mit schnorrender Färbung à la King Louis aus Disneys Dschungelbuch. Den Blechsound in dem Song liefert Sensi Simon zu, in Tübingen bekannt mit seiner "Samowar Band". Bernd Steinzimmer und Tobster steuern Gesang und Backvocals bei. Auch Irland scheint einer Rolle zu spielen: In Lighthouse besingen sie die Szenerie eines Leuchtturms an "rotzgrüner" See. Bei "Summer in Galway" erinnert im Intro eine Akustik-Schlaggitarre an den Sound der irischen Musikhauptstadt, um dann in brachial-hymnischer Manier zu eskalieren. Und "Pundemonium (on the dancefloor)" startet mit frechen Geigenklängen. Wie auf der Debut-Scheibe "Razzmatazz" gibt es auch russische Anleihen - vor zwei ahren besuchten The Savants die Tübinger Partnerstadt Petrosavodsk. So juckelt in "Urknall" ein Akkordeon mit, dazu Backbeat, Gypsy und witziger Gesang: ein Highlight der CD. Bei den überwiegend englischen Texten haben die vier Jungs hinzugelegt, auch wenn die Wortwahl explizit ist, vor allem in "Everybody is a little gay". Das Genre Punk nehmen die vier nicht als Entschuldigung für musikalische Schluderei. So brachten sie die 2008 und 2009 in einem Tübinger Studio eingespielten Tracks beim Label "Hulk Räckorz" unter - in der Szene eine Institution, da es von der Kultband "WIZO" mitgegründet wurde und diese auch verlegt. Das bedeutet, dass das neue Album nicht nur in den lokalen Plattenläden, sondern auch über alle anderen Vertriebswege zu haben ist.

(Fabian Ziehe, Schwäbisches Tabblatt, 11.03.2010)

*   *   *

 

Crazy United Fanzine

Review: THE SAVANTS - "Mosquito Sunrise" (Hulk Räckorz)

Veröffentlichungen bei Hulk Records gibt es ja nicht so oft, und wenn versucht man natürlich Qualität abzuliefern. Dieses ist mit der zweiten Scheibe von den Savants aus Tübingen  gelungen. Wie im beiliegendem Infoblatt beschrieben, gibt es eine Menge Zutaten für die Musik. Hauptbestandteil ist der schnelle melodische Punkrock wie er vorzugsweise an der Westküste der USA zu finden ist, sprich Bands wie NOFX Ihn spielen. Zwischendurch lässt man noch Ska einfließen, Folk und ein kleines bisschen Metal. Die Folksongs gehören zu den Höhepunkten, „Complainment song“ und „Seven sins“ sind großartig anzuhören, und wie die ganze Scheibe absolut partytauglich. Auch der Funpunk Song „Sommer, Sonne, Dosenbier“ macht Laune, ebenso wie der andere deutschsprachige Song „Urknall“, dessen Text von einem mittelalterlichen Minnesänger stammen könnte. Die Band bietet eine größere musikalische Bandbreite ohne dabei langweilig zu klingen. 

(sickguy77)

Zur Quelle (21.02.2010)

 

*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   

Reviews zum Album "Razzmatazz"

OX-Fanzine

Review: THE SAVANTS - "Razzmatazz"

Das erste Highlight für das Jahr 2008, wenn auch bereits im letzten Jahr veröffentlicht und der eine oder andere Song auf ihrem ersten Demo mit dabei war. THE SAVANTS aus Tübingen sind für mich die Skapunk-Hoffnung aus Deutschland. Zwar konnte ich mich von ihren Live-Qualitäten leider noch nicht überzeugen, doch brilliert „Razzmatazz“ mit dem Besten von BAD RELIGION, DISABILITY, NOFX, OPERATION IVY und SCRAPY, ohne ein Plagiat zu sein. THE SAVANTS aus Tübingen überraschen mit phantastischem Songwriting, guten Arrangements und irrwitzigen Ideen. Ob nun Honkytonk-Piano oder Kazoos, da man so auf einen Bläsersatz verzichten kann, THE SAVANTS wissen gekonnt, mit einfachen Mitteln klasse Songs zu produzieren. Ein weiterer Pluspunkt sind die phantastischen Chöre. Neben Speed-Metal-Gitarren im Hardcore tendieren THE SAVANTS seltsamer Weise bewusst oder unbewusst zur russischen Folklore, ohne aber Folkpunk zu sein. Hurra, es gibt noch Leute, die wirklich gute melodische Hardcoresongs nebst ultrapunkigen Offbeat-Hymnen schreiben und spielen können. (9)

(Simon Brunner: Ox-Fanzine #76, 02/08)

Zur Quelle (03.10.2010)

*   *   *

 

 

 

Click for translation into English!

Pankerknacker

Review: THE SAVANTS - "Razzmatazz"

Hörn se mal! Da hauen die vier Tübinger Punker mal mir nix dir nix mitten auf die Kacke. Mensch darf begeistert sein von diesem Erstlingswerk. Druckvoll, schnell und schön verpackt. Mit ausgefuchstem Songwriting und einem Abwechslungsreichtum, der seines gleichen sucht, heben sich The Savants hervor ohne dabei abgehoben zu klingen. Mitsinghymnen, Pogokracher, Ska, Russisch Folk, Rock n' Roll... mit flinker Kelle wird hier jede(r) bedient, also: reinhauen und schonmal gespannt sein auf den Nachschlag.

(Linda Lovejuice: Pankerknacker #18, 2008)

*   *   *

 

Schwäbisches Tagblatt

Hurra, der Lenz ist SKA - Die Tübinger Band THE SAVANTS haben ihre erste CD herausgebracht

TÜBINGEN (zie). Machen wir uns nichts vor: Das mit dem Winter ist dieses Jahr so gut wie Essig. Warum denn nicht schon mal den Frühling einläuten? Bewahre, nicht mit Fasnets-Brimborium, nein, mit Ska und Punk! Frühjahrsputz für die Gehörgänge: Der musikalische Q-tip der Wahl wären dafür „The Savants“, vier Tübinger Jungs mit Hang zum Backbeat. Sie haben just ihren erste Longplayer mit dem klangvollen Titel „Razzmatazz“herausgebracht.
Sie sind schnell, sie sind wild und sie sind keine Kinder von Traurigkeit. Der schon erwähnte Backbeat ist die Basis. Drummer Eckuzz mag es flott und Tobster an der Gitarre scheint ein Faible für punktlastig-verzerrte Sounds zu haben. Auch dröhnen von Zeit zu Zeit melodische Rock-Riffs durch. Für die eingängigen Chorus-Passagen oder den Hardcore-Growl sorgt Sänger Chrigi und Bassist Kaiser. Ergänzt wird die Mischung durch russische Anleihen. So droht auch demjenigen keine Langeweile, der Ska-Bands eine gewisse Eintönigkeit nachsagt.
Der Text geht dabei unter – wen wundert’s? Dabei haben die vier neben den üblichen Feier-, Sauf- und Selbsthuldigungs-Songs auch erstaunlich gute Vocals produziert. So klagt der CD-Opener „Janus“ die Doppelmoral der westlichen Welt an, die mit der einen Hand mildtätig gebe und mit der anderen gierig nähme. Ja, The Savants können auch politisch.
Doch sie übertreiben es nicht: Feiern steht im Vordergrund, Mitsinghymnen und Einheizer-Songs dominieren, Partylieder finden sich unter den 15 Songs zuhauf. So knallt bei „Farce“ die Gitarre maschinengewehrartig aus den Boxen und bei „We are The Savants“ treibt das Schlagzeug stramm voran. Gelegentlich zückt Chrigi das Kazoo. Das einzig deutschsprachige Lied „Ivan“ lädt zum Trinken ein und bei „Prrromilli“ geht es zu Balkanklängen um „Blutwurscht“ – der Rest ist unverständlich, aber witzig.
The Savants haben sich seit ihrer Gründung 2004 schon einen Namen in Tübingen gemacht. Beispielsweise waren sie auf den Samplern des Band-Netzwerks „Tübingen Underground“ zu hören. Mittlerweile heizen sie auch im nicht-schwäbischen Ausland wie Berlin oder Chemnitz ein. Das nun veröffentlichte Album war schon lange angekündigt, doch stets kam was dazwischen. Ab jetzt können sie sich also auch mit einer ordentlichen Musikscheibe präsentieren – die nicht nur einwandfrei aufgenommen, sondern auch ansprechend gemastert ist.

(Schwäbisches Tagblatt, 01.02.08)

Original-Artikel ansehen

 

*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   

Sonstige Reviews

OX-Fanzine

Review: THE SAVANTS - Demo

Tübingen? COURT JESTERS CREW – aber die sind Geschichte und im Vergleich zu THE SAVANTS stinklangweilig. Das hier sind vier schmuddelige Kerle, die dreckigen Punkrock mit einem gehörigen Schuss Off-Beat und Hardcore präsentieren. Zudem Weltmeister im Kammblasen, machen sie der finnischen Humppa-Ikone ELÄKELÄISET Konkurrenz. Dunkle folkige Anleihen, melodischer Hardcore, mehrstimmiger Gesang und rasende Punkrock-Arrangements erinnern an Bands wie CONQUETTISH, MONSTER oder DISABILITY. Das alles dann auch noch vernünftig aufgenommen, was wäre das für ein Knaller.

(Simon Brunner: Ox-Fanzine #68)

Zur Quelle (03.10.2010)

*   *   *

 

 

Plastic Bomb

Review: THE SAVANTS - Demo

Diese Band aus Tübingen ist dafür bekannt, dass diese Kapelle Melodien mit Texten vereint und dabei eine Musikmischung aus Punk, Ska, russischer Folklore (kein Witz) und Mitsinghymnen. 10 neue Songs sind auf dieser CD-R und nach und nach fangen deine Füße an mitzuwippen...und danach gerät dein Körper ebenfalls langsam in Bewegung. Das hier ist einfach gute Laune und Partymusik, die jedes Konzert zu einem Fest werden lassen kann. Das sie erst 1 1/2 Jahre zusammen sind hört man ihnen in keinster Weise mehr an. Ich bin ja nicht unbedingt als Freund eines solchen Sounds bekannt, aber das hier hat mir recht gut gefallen.

(Plastic Bomb #57)

*   *   *

 

*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   

Interviews, Berichte, etc.

OX-Fanzine

THE SAVANTS - Buzzing in Galway

Wer sich in den letzten Jahren im südlichen Teil der Republik regelmäßig auf Punkrock-Konzerten herumgedrückt hat, kam kaum an den sympathischen und umtriebigen THE SAVANTS aus Tübingen vorbei. Dachte ich anfangs "Hmmm ... schon wieder so eine Skapunk-Band", so belehrte mich die 2004 gegründete Band mit ihrer ersten, selbstveröffentlichten CD "Razzmatazz" eines Bersseren. Unterm Strich ist es Punkrock - aber einer, der mit Ska, Folk, Pop, Polka, Metal und anderen Zutaten zu einem wohlschmeckenden Soundcocktail mit reichlich Umdrehungen angereichert wurde. 2010 kam der ebenso gelungene Nachfolger "Mosquito Sunrise" heraus, für dessen Veröffentlichung THE SAVANTS das altbekannte Punk-Label Hulk Räckorz gewinnen konnten. Gitarrist Tobi und Sänger Dog Mrdn stillten meine Neugier.

Wie habt ihr es geschafft, Hulk Räckorz von euch zu überzeugen? Die haben ja nur ganz wenige Bands auf dem Label, wie WIZO, ROCK'N'ROLL STORMTROOPERS und LOST LYRICS.
Tobi: Demo gemacht, einen Hunni dazugepackt, abgeschickt. Nein, im Ernst: Axel von WIZO ist irgendwann mal über unsere MySpace-Seite gestolpert und hat ein gutes Wort für uns bei Fratz von Hulk Räckorz eingelegt. Wir hatten bis dahin schon eine Menge Demos rumgeschickt, eben auch an Hulk. Nachdem wir dann die Songs von "Mosquito Sunrise" fertig hatten, haben wir die auch an Fratz geschickt und sie scheinen ihm gut gefallen zu haben. Das war natürlich schon sehr cool, denn, wie du schon sagst, Huzllk konzentriert sich eher auf ein paar weinige Bands. Es war dann natürlich eine große Ehre, in diesen "erlauchten Kreis" von Bands eintreten zu dürfen.
Habt Ihr Kontakt zu anderen Hulk-Bands oder kocht da jeder sein eigenes Süppchen?
Tobi: Wir haben bisher ein paar Gigs mit OUTSIDERS JOY gespielt, die wirklich sehr grandios waren, und mit ROCKWOHL DEGOWSKI haben wir uns auch schon zweimal die Bühne geteilt, was ebenfalls ein riesen Spaß war. Und Anfang Juni haben wir zwei Gigs mit WIZO gespielt.
Dog: Das Gute an solch kleinen Labels ist, dass es sehr familiär zugeht und man sich immer gegenseitig unterstüttzt. Das sind alles großartige Bands und super coole Jungs und Mädels, und es ist immer eine Megagaudi, wenn man sich trifft.
Warum heißt die CD "Mosquito Sunrise"?
Tobi: Also, um ehrlich zu sein, bekomme ich die Entstehungsgeschichte zu diesem Namen auch nicht mehr ganz zusammen. Weder hat einer von uns eine besondere Affinität zu Tequila Sunrise, noch haben wir irgendwas mit Mücken zu tun. Letztendlich hat ein Kumpel von uns den Titel als erstes ausgesprochen, nachdem ich ihm alle unsere bisherigen Ideen präsentiert habe. Der Kerl war ziemlich hacke und hat dann wahrscheinlich einfach die Worte, die er verstanden hat oder noch aufnehmen konnte, aneinandergereiht. Damit hat er uns unnötig lange Diskussionen um den CD-Titel erspart. Danke, Benji!
Was ist am Sommer der irischen Stadt Galway so besonders, dass ihr ein Lied darüber geschrieben habt?
Dog: In dem Lied geht es nicht um den Sommer als solchen, sondern vielmehr um die wilden Nächte und verrückten Abenteuer, die man in diser Stadt erleben kann. Sobald nämlich der Regen etwas wärmer wird und die Sonne auch öfter mal rauskommt, beginnt die ganze Stadt zu vibrieren. Dieser "Buzz" in Galway ist einzigartig. Dort herrscht eine kompromisslose Menschlichkeit in all ihren Facetten. Alles ist durchtränkt von einem kreativen Wahnsinn. Diese Stadt testet dich auf allen Ebenen deiner Existenz, findet heraus, was du bereit bist zuzulassen, und haut es dier einfach so an den Kopf. Bäm! Großartig.
Warum ist jeder ein bisschen schwul, wie ihr in eurem Song "Everybody is a little gay" singt? Wie kam die Idee zu dem Song?
Dog: Na, das liegt doch auf der Hand, oder vielmehr: in der Hand. Auf einer Klowand in Oldenburg habe ich mal gelesen "Jeder ist ein bissle schwul, sonst würd' er nicht onanieren". Denk mal drüber nach. Macht total Sinn.
2008 und 2009 habt ihr ein paar Konzerte in Russland gespielt. Wo war das genau?
Tobi: Das war in Petrosawodsk, etwa 400 km nordöstlich von St. Petersburg. Wir haben zweimal auf dem Vosduh-Festival gespielt und ein paar weitere Gigs in Clubs. Die Festival-Gigs waren mächtig, da waren einige tausend Leute.
Dog: Das war alles sehr abgefahren. Die Leute kannten unsere Musik aus dem Radio und haben uns auf der Straße angesprochen. Das Festival war riesig, mit Fernsehübertragung, Pressekonferenzen und Radiointerviews. Die Club-Gigs waren das genaue Gegenteil. Zum Teil waren das einfach alte Bunker unter einem abgelegenen Wohnviertel und alles musste sehr geheim zugehen, damit die rechte Szzene nicht davon Wind bekommt und den Laden mit Waffngewalt stürmt. Man kam unauffällig in kleinen Gruppen rein, dann wurde abgeschlossen und erst nach dem Konzert durfte man wieder raus. Aber offiziell oder geheim - die Leute waren ordentlich am feiern. Konzerte haben dort noch einen höheren Stellenwert, als bei uns, wo viele vom Angebot so übersättigt sind, dass sie sich bei einem Konzert nur hinstellen und berieseln lassen.
(Hannes Baral
: Ox-Fanzine #98)

*   *   *





Schwäbisches Tagblatt

Gig im geheimen Club - Die Tübinger Band The Savants durchstreifte den Petrosawodsker Underground

 

Trieben sich eine Woche in der karelischen Punkrock-Szene herum: The Savants (von links: Bernd Kaiser, Rene Eckardt, Martin Brunner, es fehlt Tobias Keppeler). Um die deutsch-russische Punkrock-Handelsbilanz auszugleichen, wollen sie nächstes Jahr die Petrosawodsker Band Unity of Inferior nach Tübingen einladen. Bild: Sommer

Punk in Putin-Land – geht das überhaupt? In Tübingens Partnerstadt Petrosawodsk gibt es eine Szene. The Savants spielten im möbliert vermieteten Proberaum – und auf einer geheimen Bunker-Bühne.

Tübingen. Im Proberaum im Keller unter einer Schreinerei in der Reutlinger Straße hängen die Plakate vergangener Auftritte an den Wänden, eine Notration Jägermeister-Fläschchen steht auf einem Regal. Und an der Pinnwand hängen einige hundert Rubel – ein Andenken an die bislang heimat-fernsten Auftritte der Tübinger Punkrock-Band The Savants. Im Juni waren die vier acht Tage in Russland, in der Karelischen Haupt- und Tübinger Partnerstadt Petrosawodsk – und Punk ist auch dort nicht tot, sondern durchaus sehr lebendig.

Organisiert hatte den Trip eine Kooperation aus Ost-West-Gesellschaft und Kulturamt: „Die haben Visa, Flüge und Zugverbindungen bezahlt und uns gut betreut“, sagt Sänger Martin. In Moskau wurden sie vom Flieger abgeholt, bekamen eine Stadtführung und dann ging es mit Bass, Gitarre, Drumsticks, Becken und Fußmaschine im Zug nach Petrosawodsk – 15 Stunden lang.

In der Tübinger Partnerstadt wurde die Band privat bei jungen Leuten untergebracht. Die Verständigung mit den Gastgebern klappte gut: „Die konnten entweder Englisch oder sprachen deutsch“, sagt Martin. Einer stellte den Kontakt zum Gitarristen von Unity of Inferior, einer Petrosawodsker Punk-Band, her.

Der nahm die Savants mit zu einer Bandprobe. Dabei erlebten die Tübinger gleich mehrere Überraschungen: „Die kannten sich mit Deutschpunk-Bands besser aus als wir“, sagt Schlagzeuger Rene, „die fanden, die Sprache passt gut zur Musik.“ Und der Proberaum war samt Equipment gemietet – und musste gleich bezahlt werden. Später kam eine Ska-Band dazu, abwechselnd spielten die Bands sich Stücke vor, man verstand sich gut.

Danach ging es noch in einen Club in der Stadt. „Richtige Punkschuppen gibt es da nicht“, sagt Bassist Bernd, „die haben ein echtes Problem mit Faschisten. Sie können nicht mal Konzerte öffentlich ankündigen.“ Die rechte Gewalt sei in Petersburg oder Moskau aber deutlich massiver, erklärten die Punks aus Petrosawodsk, dort sei es richtig gefährlich.

Treffpunkte und Räume für Konzerte gibt es in Petrosawodsk trotzdem, eben im Verborgenen. Der Sänger der Ska-Band lud sie zu einer Geburtstagsparty ein – in einen geheimen Club. In einem der Wohnblocks stand im Hof so eine Art Beton-Bunker. „Man durfte nur einzeln hinkommen, nicht in Gruppen. Und die Getränke musste man selber mitbringen“, sagt Rene, „als alle da waren, wurde abgeschlossen.“ Am Abend darauf standen die Savants dann selbst dort auf der Bühne – ihre Punk-Gastgeber hatten ihnen spontan einen Auftritt organisiert. The Savants spielten gemeinsam mit einer Band aus Israel, 50 bis 60 Leute kamen: „Das war einfach gut“, sagt Bernd.

Vor deutlich mehr Publikum spielten sie beim Vozduh-Open-Air, dem eigentlichen Ziel der Reise: An drei Tagen kamen rund 20 000 Besucher. Als The Savants sonntags um 14 Uhr als erste Band auf der Hauptbühne spielten, regnete es – trotzdem waren 600 bis 700 Leute da. Und in die brachten die Tübinger mit ihrem 30-Minuten-Set ordentlich Bewegung. Gewöhnungsbedürftig für die Punkrocker aus Deutschland: Gepogt wurde unter den wachsamen Augen der Miliz, die überall auf dem Festival-Gelände präsent war – und mitunter ganz schön ruppig.

Was bleibt vom Ausflug in den Osten? Einige Klischees gingen über Bord („Wir dachten die trinken Unmengen Wodka, aber die trinken weniger als wir“), und neue Kontakte sind entstanden. „Toll wäre doch ein Austausch auf subkultureller Ebene“, findet Bernd. Und einen Anfang wollen The Savants machen. Unity of Inferior sollen nächstes Jahr nach Tübingen kommen, sagt Martin, eine Art Rückspiel sozusagen: „Wir wollen was zurückgeben.“

(Jonas Bleeser, 19.09.08, Schwäbisches Tagblatt)

Zu lesen auch im Internet beim Schäbischen Tagblatt

*   *   *

 

 

 

OX-Fanzine

Ska-Pack - Vol. 1: Ska-Variationen aus dem Süden der Republik: RAGIN DIARRHEA, THE SAVANTS und STEAMY DUMPLINGS

In den letzten beiden OX-Ausgaben besprach ich drei großartige CDs von süddeutschen Ska-Bands, die mich aufhorchen ließen. Motiviert von so viel Innovation, hoffe ich, dass die Flaute in Sachen Ska aus Deutschland nun endlich ein Ende hat und die "Ska Pack"-Reihe euch regelmäßig interessante neue Ska-Bands vorstellen wird. (...)

Eine noch sehr junge Skapunk-Band sind THE SAVANTS aus dem "Studentendorf" Tübingen, die sich 2005 gegründet haben. Für Reggae- und Ska-Fans stehen die COURT JESTERS CREW und deren Nachfolger SOULFOOD INTERNATIONAL für Tübingen. Ansonsten lebt die Szene von der losen Initiative "Tübingen Underground". Mitte 2006 erschien das erste Demo "Prrromilli". Ende 2007 veröffentlichte man das erste, selbst produzierte Album "Razzmatazz", was so viel bedeutet wie Aufmerksamkeit erregen wollen oder Effekthascherei. THE SAVANTS sind für mich die wahren Erben der Skapunk-Legende DISABILITY, die im letzten Jahr wahrscheinlich für immer die Segel gestzrichen haben. Weniger chaotisch, dafür extrem eingängig, musikalisch ähnlich innovativ und virtuos, und textlich humorvoll, "klingen wir ein bißchen nach BAD RELIGION", wegen des mehrstimmigen Gesangss, "ein bißchen nach RANCID wegen der Skapunk-Mischung, und ein bißchen nach NOFX wegen des Spaßes an der Musik". Tobster (Gitarre) spielt noch bei SCUFFPROOF und Bernd (Bass) bei DECIBEL DEMON. Der Rest träumt von einer "Pamela Anderson"-Tribute-Band. Ein Ziel auf gewaltigem Doppel-D-Niveau. Vielleicht aber auch der Schlüssel zum Erfolg, um sich weitere kurz-, mittel- oder langfrsistige Träume, wie mehr Konzerte, ein coooles Label und endlich einen funktionstüchtigen, geräumigen Bandbus mit Kühlfach zu erfüllen. (...)

Bei derartigem Funkenflug von Idealismus und Tatendrang wünsche ich mir, dass die deutsche Ska-Szene endlich Feuer fängt und durch frische und neue Impulse wie RAGIN DIARRHEA, THE SAVANTS und STEAMY DUMPLINGS wieder belebt wird.

(Simon Brunner: Ox-Fanzine #76, 02/08)

Zur Quelle (03.10.2010)

*   *   *

 

 

Freies Radio Wüste Welle

TSDUA - Tübingen sucht den Underground Allstar - 14 Bands und ein Sender

Live aus dem Epplehaus übertrug die Wüste Welle letzten Samstag von 20:00 - 02:30 das Tübingen Underground Allstars Konzert Vol. III

Die Jury wählte folgende Bands auf die ersten drei Plätze:

1. The Savants
2. Twelve Angry Men
3. Decibel Demon

Wenn sich in Dieter Bohlen der Tiefpunkt der deutschen Fernsehkultur manifestiert, dann demonstriert das Freie Radio Wüste Welle eindrucksvoll seine Leuchtturmstellung in Sachen Gegenöffentlichkeit.

Bei TSDUA lösen sich augenscheinliche Widersprüche in Luft auf, denn die Subkultur feiert sich selbst, klopft sich auf die Schulter, dass hier kein Retorten-Casting austauschbare Klone züchtet und keine Plattenfirma mit dickem Werbebudget den letzten Rest an künstlerischer Freiheit einstampft, sondern hier weht ein Hauch von echter und ehrlicher DIY-Attitüde.

Tübingen Underground beweist mit der dritten Ausgabe des selbstproduzierten Samplers, wie vielfältig und qualitativ hochwertig das musikalische Wirken abseits des Mainstream in der Region sein kann. Vol.I trug den Titel "Hier Kotzte Goethe", Vol.II gab die Empfehlung "Studenten Wascht Euch" und die aktuelle Zusammenstellung ziert ein Graffiti aus der Eingangshalle des Wohnprojekts in der Münzgasse 13: "Feuer + Flamme".

Für die allermeisten der beteiligten Bands ist dies der einzige Weg zu einer Tonträgerveröffentlichung, die angesichts des geringen Verkaufspreises von 7 € einen erschwinglichen und vergnüglichen Überblick der alternativen Musikszene bietet.

Der Tübinger Underground ist lebendiger denn je und der Zusammenschluss mit dem Freien Radio Wüste Welle für die Liveübertragung der CD-Präsentation ist die logische Konsequenz einer ideellen Verbundenheit, die in der Ablehnung der kommerziellen Vereinnahmung von Kultur und in einer basisdemokratischen Ausrichtung wurzelt.

Wir hören uns!

Zur Quelle (17.02.08)

*   *   *

 

more to come...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Back to topNewsBandLivePhotosMP3sDiscographyMerchInfoPressContact

Hulk RäckorzPunk.deMyspaceFacebookAbgefucktAmazoniTunesYouTube

 

www.the-savants.de                Impressum

Powered by Flash MP3 Player