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Reviews zum Album
"Mosquito Sunrise"
Reviews zum Album "Razzmatazz"
Sonstige Reviews
Interviews,
Berichte, etc. (neues OX-Interview!)
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Reviews zum Album "Mosquito Sunrise"
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Hulkzine
THE SAVANTS – Mosquito
Sunrise (CD – Hulk Räckorz)
Wow!
Was ist das denn? Ist das wirklich eine deutsche Band? Klar, ist es! Es
ist die neueste Hulk-Kapelle, vier Jungs aus Tübingen, die das Beste
sämtlicher Punkrock-Spielarten in einen Topf geworfen haben mit einem
gesunden Blick über den Punkrock-Tellerrand hinaus und daraus nun ihren
eigenen Sound kochen. Das klingt wirklich beeindruckend, das klingt
nach verdammt guter Laune, das klingt einfach genial! Neben ihren
Standart-Instrumenten kommen auch Trompete, Posaune, Akkordeon,
Geige
und Akkustikklampfe zum Einsatz und das ist wirklich mehr als nur das
berühmte Salz in der Suppe. Erstaunlich, mit wie viel Abwechslung hier
gearbeitet wird, ja fast schon beängstigend, denn das Programm läuft
unter der Überschrift „Punkrock“ und die ein oder andere Band dürfte
mittelgroße bis unüberwindbare Schwierigkeiten haben, sich an diesem
Punkrock-Begriff messen zu lassen. Typisch treibende Punkrhythmen sind
natürlich vertreten, aber gepaart mit Ausflügen nach Polka, Ska, Metal
oder Folk ergibt das eine Mischung, die fast schon einzigartig ist und
ihresgleichen sucht, zumindest in unseren Landen. Und selbst Rancid
könnten das kaum besser machen! 13 der insgesamt 15 Songs werden in
Englisch vorgetragen, „Sommer, Sonne, Dosenbier“ und „Urknall“ belegen
die schwäbische Herkunft. Die perfekt gesungenen Backgroundchöre machen
einfach nur Spaß und garantieren ein unbeschwertes Lebensgefühl. So wie
die ganze Scheibe! Ruhig auf Repeat stellen, ein paar Mal und auch
bisschen mehr geht das ohne Probleme. :-)
Übrigens auch live ein
absoluter Hochgenuss!
(Party, 09/10)
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Verbotene
Fruechte Nr. 19 (Fanzine )
THE SAVANTS – Mosquito Sunrise - CD
(Hulk Räckorz & punk.de, www.punk.de, hulkshop@punk.de)
Verfluchte scheiße, das ist das beste
Newcomer-Album seit langer langer Zeit!
Kurzfassung:
2 deutschsprachige Songs, 13 englische
=> 0 Ausfälle, 15 Hits!
Langfassung:
THE SAVANTS bieten geilsten
ohrwurmtauglichen Punkrock.
Punkrock?? Das ist nicht so ganz richtig, denn Ihre Songs sind recht
abwechslungsreich und so gibt’s auch `ne mittelgroße Tüte Ska sowie
einige Beutel Irish Folk, melodycore und zuckersüßen Pop- Punk
zu hören. Ich vergleiche ja gerne mit anderen bekannten Bands um mal
einen Eindruck für die Unwissenden zu schaffen und so fallen mir bei
einigen Songs sofort RANCID, SNUFF und DROPKICK MURPHYS ein.
Schlussendlich sind THE SAVANTS
aber THE SAVANTS. Und das ist gut so.
Bzgl. Ihres Bandnamen musste ich aber erstmal nachforschen. Das
SAVANTS-Syndrom haben Menschen, mit kognitiver Behinderung, in einem
kleinen Teilbereich außergewöhnliche Leistungen vollbringen. Ihr kennt
doch den Film Rain Man mit Dustin Hoffman und Tom Cruise. In dem Film
spielt Dustin Hoffman einen Autisten mit diesem SAVANTS-Syndrom.
Ich hoffe die 4 Thüringer wollen nicht auch nur einen Teilbereich, die
Musik, beherrschen, sondern zumindest auch das Reisen ! Das Reisen und
Touren….. Ich will THE SAVANTS Live sehen!
Da ich das Album nur als Download bekommen habe, kann ich leider nichts
zum Booklet sagen, schade schade.
Das gibt ´nen ½ Punkt Abzug, bleiben aber trotzdem sagenhafte:
9½ Points über !
(Karsten Conform, 20.06.2010)
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Punkrock - Fanzine
THE
SAVANTS - "Mosquito Sunrise" (Hulk Räckorz)
Wenn etwas
wie die Faust auf's Auge passt, dann diese Band auf eben dieses Label.
Fratz, hier hast Du Dir eine kleine unschuldige Sahnetorte an Bord
gezerrt! Die vier Savants spielen Melodypunk mit Ohrwurmcharakter der
so auch in den Neunzigern auf Fat Wreck hätte erscheinen können. NOFX
haben sicher auch einen prägenden Einfluss hinterlassen. Die Band
spielt seit 2007 in der Besetzung und hat sich u.a. eine Fan-Base in
Russland aufgebaut, dort spielen sie scheinbar regelmäßig auf größeren
Festivals und werden, wie auf den Tour-Bildern zu sehen ist,
offensichtlich ziemlich abgefeiert. Zu Recht, geht mir so arg heiterer
Kram auch nicht immer so gut rein, aber die Savants schaffen es durch
die Bank zu unterhalten. Einziger Kritikpunkt ist vielleicht das etwas
naive Artwork mit der hässlichen Fliege und na ja, eins noch, macht
nicht noch mehr Fässer auf, der popige Punkrock mit loser Folknote
steht Euch gut zu Gesicht.
Dennisdegenerate
(Juni 2010)
Zur Quelle (14.10.2010)
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Wochenblatt Regensburg
Review:
THE SAVANTS - "Mosquito Sunrise" (Hulk Räckorz)
SKA-PUNK /
CRUST: Aus dem Hause Hulk Räckorz kommt das neue Album der Tübinger
Band The Savants. Auf Mosquito Sunrise gibt‘s frischen, treibenden,
fröhlichen Punkrock mit reichlich Ska und keinerlei Berührungsängsten –
Hauptsache, es rockt, und das tut es hier auf hohem Niveau. Die vier
Jungs sind gestählt durch reichlich Konzerterfahrung – mit dem Material
live garantiert ein echter Bringer.
(ik, Mai
2010)
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Pankerknacker
Review:
THE SAVANTS - "Mosquito Sunrise" (Hulk Räckorz)
Aus dem
Bandinfo entnimmt man folgendes Erfolgsrezept: 2kg Punkrock,
800g Ska, 1 Quäntchen Pop, ¼ l Folk, 1 Prise Klassik und 4cl Metal, das
alles bei 50°C unter Bühnenscheinwerfern backen, woraus schließlich
eine
explosive Mischung aus treibenden Rhythmen, eingängigen Melodien und
ansteckenden Bewegungsdrang entsteht.
Besser hätte ich es nicht beschreiben können, die vier Tübinger von den
Savants lassen es mit ihrem neuen Album ganz schön krachen. Zu recht
dürfen sich die Jungs auf einem so namhaften Label wie Hulk Räckorz
beweisen. Hier im Süden hält man halt noch zusammen und eine Hand
wäscht
die andere. Nee, ernsthaft die Savants beweisen wirklich musikalisches
Können und wie ihr es oben schon entnehmen konntet, eine wirklich große
musikalische Vielfalt. Ebenfalls nicht zu verachten die kraftvoll,
dreckige Stimme und die schönen Chöre im Hintergrund, dazwischen sorgen
super Gitarrensolis und zweistimmiger Gesang für Abwechslung. Zudem
sind
die Jungs nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich erste Sahne.
Ich
geh davon aus dass in diesem Jahr den vier Jungs nichts mehr im Wege
stehen wird, um komplett durchzustarten, nach dem sie den Ostblock
schon
erobert haben. Man darf gespannt sein!!
(Damian
von Tora
Bora)
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Dose statt
Magnumflasche - THE SAVANTS brachten ihr neues Album bei einem
Punk-Label unter
Vollgas
mit und ohne Hirn: Die Tübinger Band THE SAVANTS veröffentlichte ihr
zweites Allbum MOSQUITO SUNRISE
"Schampus
lass zuhaus, pack die Dose aus", huldigen THE SAVANTS dem guten alten
Hansa-Pils aus der Büchse - palettenweise und nicht zwingend gekühlt.
"Sommer, Sonne, Dosenbier" heißt der programmatische Song auf dem neuen
Album MOSQUITO SUNRISE der vier Tübinger Punk-Musiker. Das Cover ziert
eine verspulte Biene-Maja-Moskito-Kreuzung mit Iro und Joint - ja, das
könnte herauskommen, wenn man besagtes Trio "Sommer, Sonne, Dosenbier"
mit der Musik der Savants mixt: ein (lohnenswerter) Monster-Kater. Die
Konsumenten werden außerdem ihre Glieder spüren, seien es die blauen
Flecken vom Pogen, seien es lädierte Muskelpartien wegen des Abzappelns
zum Offbeat. Der Sound auf dem zweiten Album der Band geht meist
kompromisslos nach vorne, garniert mit Rock, Ska, Gypsy Brass und auch
mal Folk. In "Carnival" knallt Drummer Eckuzz Energy (René Eckardt)
gnadenlos die Sechzehntel durch und Tobster (Tobias Keppeler) jagt
maschienengewehrartige Gitarrensalven hinterher. Noch mehr Dampf
steuert Bassist Bernd Steinzimmer (Bernd Kaiser) im
Selbsthuldigungs-Opener "Introglycerin" bei. Das ist - Verzeihung für
den Ausdruck - voll auf die Fresse. Den ruppig dazu tanzenden Mob kann
man sich bestens vorstellen. Das darf auf keiner Punkscheibe fehlen,
sich aber nicht darin erschöpfen. Tut es auch nicht: In "Bliss" macht
sich Sänger dog mrdn (Martin Brunner) scharfzüngig über die
Happy-Kläppi-Fraktion lustig - die Stimme sonor, mal mit schnorrender
Färbung à la King Louis aus Disneys Dschungelbuch. Den Blechsound in
dem Song liefert Sensi Simon zu, in Tübingen bekannt mit seiner
"Samowar Band". Bernd Steinzimmer und Tobster steuern Gesang und
Backvocals bei. Auch Irland scheint einer Rolle zu spielen: In
Lighthouse besingen sie die Szenerie eines Leuchtturms an "rotzgrüner"
See. Bei "Summer in Galway" erinnert im Intro eine
Akustik-Schlaggitarre an den Sound der irischen Musikhauptstadt, um
dann in brachial-hymnischer Manier zu eskalieren. Und "Pundemonium (on
the dancefloor)" startet mit frechen Geigenklängen. Wie auf der
Debut-Scheibe "Razzmatazz" gibt es auch russische Anleihen - vor zwei
ahren besuchten The Savants die Tübinger Partnerstadt Petrosavodsk. So
juckelt in "Urknall" ein Akkordeon mit, dazu Backbeat, Gypsy und
witziger Gesang: ein Highlight der CD. Bei den überwiegend englischen
Texten haben die vier Jungs hinzugelegt, auch wenn die Wortwahl
explizit ist, vor allem in "Everybody is a little gay". Das Genre Punk
nehmen die vier nicht als Entschuldigung für musikalische Schluderei.
So brachten sie die 2008 und 2009 in einem Tübinger Studio
eingespielten Tracks beim Label "Hulk Räckorz" unter - in der Szene
eine Institution, da es von der Kultband "WIZO" mitgegründet wurde und
diese auch verlegt. Das bedeutet, dass das neue Album nicht nur in den
lokalen Plattenläden, sondern auch über alle anderen Vertriebswege zu
haben ist.
(Fabian
Ziehe, Schwäbisches Tabblatt, 11.03.2010)
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Review:
THE SAVANTS - "Mosquito Sunrise" (Hulk Räckorz)
Veröffentlichungen
bei Hulk Records gibt es ja nicht so oft, und wenn versucht man
natürlich Qualität abzuliefern. Dieses ist mit der zweiten Scheibe von
den Savants aus Tübingen gelungen. Wie im beiliegendem Infoblatt
beschrieben, gibt es eine Menge Zutaten für die Musik. Hauptbestandteil
ist der schnelle melodische Punkrock wie er vorzugsweise an der
Westküste der USA zu finden ist, sprich Bands wie NOFX Ihn spielen.
Zwischendurch lässt man noch Ska einfließen, Folk und ein kleines
bisschen Metal. Die Folksongs gehören zu den Höhepunkten, „Complainment
song“ und „Seven sins“ sind großartig anzuhören, und wie die ganze
Scheibe absolut partytauglich. Auch der Funpunk Song „Sommer, Sonne,
Dosenbier“ macht Laune, ebenso wie der andere deutschsprachige Song
„Urknall“, dessen Text von einem mittelalterlichen Minnesänger stammen
könnte. Die Band bietet eine größere musikalische Bandbreite ohne dabei
langweilig zu klingen.
(sickguy77)
Zur Quelle (21.02.2010)
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Reviews
zum Album "Razzmatazz"
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OX-Fanzine
Review:
THE SAVANTS - "Razzmatazz"
Das erste Highlight für
das Jahr 2008, wenn auch bereits im letzten Jahr veröffentlicht und der
eine
oder andere Song auf ihrem ersten Demo mit dabei war. THE SAVANTS aus
Tübingen
sind für mich die Skapunk-Hoffnung aus Deutschland. Zwar konnte ich
mich von
ihren Live-Qualitäten leider noch nicht überzeugen, doch brilliert
„Razzmatazz“
mit dem Besten von BAD RELIGION, DISABILITY, NOFX, OPERATION IVY und
SCRAPY,
ohne ein Plagiat zu sein. THE SAVANTS aus Tübingen überraschen mit
phantastischem
Songwriting, guten Arrangements und irrwitzigen Ideen. Ob nun
Honkytonk-Piano
oder Kazoos, da man so auf einen Bläsersatz verzichten kann, THE
SAVANTS wissen
gekonnt, mit einfachen Mitteln klasse Songs zu produzieren. Ein
weiterer
Pluspunkt sind die phantastischen Chöre. Neben Speed-Metal-Gitarren im
Hardcore
tendieren THE SAVANTS seltsamer Weise bewusst oder unbewusst zur
russischen
Folklore, ohne aber Folkpunk zu sein. Hurra, es gibt noch Leute, die
wirklich
gute melodische Hardcoresongs nebst ultrapunkigen Offbeat-Hymnen
schreiben und
spielen können. (9)
(Simon Brunner: Ox-Fanzine
#76, 02/08)
Zur Quelle (03.10.2010)
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Click for
translation into English!
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Pankerknacker
Review:
THE SAVANTS - "Razzmatazz"
Hörn se
mal! Da hauen die vier Tübinger Punker mal mir nix dir nix mitten auf
die Kacke. Mensch darf begeistert sein von diesem Erstlingswerk.
Druckvoll, schnell und schön verpackt. Mit ausgefuchstem Songwriting
und einem Abwechslungsreichtum, der seines gleichen sucht, heben sich
The Savants hervor ohne dabei abgehoben zu klingen. Mitsinghymnen,
Pogokracher, Ska, Russisch Folk, Rock n' Roll... mit flinker Kelle wird
hier jede(r) bedient, also: reinhauen und schonmal gespannt sein auf
den Nachschlag.
(Linda
Lovejuice: Pankerknacker #18, 2008)
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Schwäbisches Tagblatt
Hurra, der
Lenz ist SKA - Die Tübinger Band THE SAVANTS haben ihre erste CD
herausgebracht
TÜBINGEN
(zie). Machen wir uns nichts vor: Das mit dem Winter ist
dieses Jahr so gut wie Essig. Warum denn nicht schon mal den Frühling
einläuten? Bewahre, nicht mit Fasnets-Brimborium, nein, mit Ska und
Punk! Frühjahrsputz für die Gehörgänge: Der musikalische Q-tip der Wahl
wären dafür „The Savants“, vier Tübinger Jungs mit Hang zum Backbeat.
Sie haben just ihren erste Longplayer mit dem klangvollen Titel
„Razzmatazz“herausgebracht.
Sie
sind schnell, sie sind wild und sie sind keine Kinder von Traurigkeit.
Der schon erwähnte Backbeat ist die Basis. Drummer Eckuzz mag es flott
und Tobster an der Gitarre scheint ein Faible für punktlastig-verzerrte
Sounds zu haben. Auch dröhnen von Zeit zu Zeit melodische Rock-Riffs
durch. Für die eingängigen Chorus-Passagen oder den Hardcore-Growl
sorgt Sänger Chrigi und Bassist Kaiser. Ergänzt wird die Mischung durch
russische Anleihen. So droht auch demjenigen keine Langeweile, der
Ska-Bands eine gewisse Eintönigkeit nachsagt.
Der Text geht
dabei unter – wen wundert’s? Dabei haben die vier neben den üblichen
Feier-, Sauf- und Selbsthuldigungs-Songs auch erstaunlich gute Vocals
produziert. So klagt der CD-Opener „Janus“ die Doppelmoral der
westlichen Welt an, die mit der einen Hand mildtätig gebe und mit der
anderen gierig nähme. Ja, The Savants können auch politisch.
Doch sie übertreiben es nicht: Feiern steht im Vordergrund,
Mitsinghymnen und Einheizer-Songs dominieren, Partylieder finden sich
unter den 15 Songs zuhauf. So knallt bei „Farce“ die Gitarre
maschinengewehrartig aus den Boxen und bei „We are The Savants“ treibt
das Schlagzeug stramm voran. Gelegentlich zückt Chrigi das Kazoo. Das
einzig deutschsprachige Lied „Ivan“ lädt zum Trinken ein und bei
„Prrromilli“ geht es zu Balkanklängen um „Blutwurscht“ – der Rest ist
unverständlich, aber witzig.
The Savants haben sich seit ihrer
Gründung 2004 schon einen Namen in Tübingen gemacht. Beispielsweise
waren sie auf den Samplern des Band-Netzwerks „Tübingen Underground“ zu
hören. Mittlerweile heizen sie auch im nicht-schwäbischen Ausland wie
Berlin oder Chemnitz ein. Das nun veröffentlichte Album war schon lange
angekündigt, doch stets kam was dazwischen. Ab jetzt können sie sich
also auch mit einer ordentlichen Musikscheibe präsentieren – die nicht
nur einwandfrei aufgenommen, sondern auch ansprechend gemastert ist.
(Schwäbisches
Tagblatt, 01.02.08)
Original-Artikel
ansehen
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Sonstige Reviews
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OX-Fanzine
Review:
THE SAVANTS - Demo
Tübingen? COURT JESTERS CREW –
aber die sind Geschichte und im Vergleich zu THE SAVANTS
stinklangweilig. Das hier sind vier schmuddelige Kerle, die dreckigen
Punkrock mit einem gehörigen Schuss Off-Beat und Hardcore
präsentieren. Zudem Weltmeister im Kammblasen, machen sie der
finnischen Humppa-Ikone ELÄKELÄISET Konkurrenz. Dunkle
folkige Anleihen, melodischer Hardcore, mehrstimmiger Gesang und
rasende Punkrock-Arrangements erinnern an Bands wie CONQUETTISH,
MONSTER oder DISABILITY. Das alles dann auch noch vernünftig
aufgenommen, was wäre das für ein Knaller.
(Simon Brunner: Ox-Fanzine
#68)
Zur Quelle (03.10.2010)
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Plastic
Bomb
Review:
THE SAVANTS - Demo
Diese Band aus Tübingen ist dafür bekannt,
dass diese Kapelle Melodien mit Texten vereint und dabei eine
Musikmischung aus Punk, Ska, russischer Folklore (kein Witz) und
Mitsinghymnen. 10 neue Songs sind auf dieser CD-R und nach und nach
fangen deine Füße an mitzuwippen...und danach gerät dein Körper
ebenfalls langsam in Bewegung. Das hier ist einfach gute Laune und
Partymusik, die jedes Konzert zu einem Fest werden lassen kann. Das sie
erst 1 1/2 Jahre zusammen sind hört man ihnen in keinster Weise mehr
an. Ich bin ja nicht unbedingt als Freund eines solchen Sounds bekannt,
aber das hier hat mir recht gut gefallen.
(Plastic Bomb #57)
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Interviews, Berichte, etc.
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OX-Fanzine
THE
SAVANTS - Buzzing in Galway
Wer
sich in den letzten Jahren im südlichen Teil der Republik regelmäßig
auf Punkrock-Konzerten herumgedrückt hat, kam kaum an den sympathischen
und umtriebigen THE SAVANTS aus Tübingen vorbei. Dachte ich anfangs
"Hmmm ... schon wieder so eine Skapunk-Band", so belehrte mich die 2004
gegründete Band mit ihrer ersten, selbstveröffentlichten CD
"Razzmatazz" eines Bersseren. Unterm Strich ist es Punkrock - aber
einer, der mit Ska, Folk, Pop, Polka, Metal und anderen Zutaten zu
einem wohlschmeckenden Soundcocktail mit reichlich Umdrehungen
angereichert wurde. 2010 kam der ebenso gelungene Nachfolger "Mosquito
Sunrise" heraus, für dessen Veröffentlichung THE SAVANTS das
altbekannte Punk-Label Hulk Räckorz gewinnen konnten. Gitarrist Tobi
und Sänger Dog Mrdn stillten meine Neugier.
Wie
habt ihr es geschafft, Hulk Räckorz von euch zu überzeugen? Die haben
ja nur ganz wenige Bands auf dem Label, wie WIZO, ROCK'N'ROLL
STORMTROOPERS und LOST LYRICS.
Tobi:
Demo gemacht, einen Hunni dazugepackt, abgeschickt. Nein, im Ernst:
Axel von WIZO ist irgendwann mal über unsere MySpace-Seite gestolpert
und hat ein gutes Wort für uns bei Fratz von Hulk Räckorz eingelegt.
Wir hatten bis dahin schon eine Menge Demos rumgeschickt, eben auch an
Hulk. Nachdem wir dann die Songs von "Mosquito Sunrise" fertig hatten,
haben wir die auch an Fratz geschickt und sie scheinen ihm gut gefallen
zu haben. Das war natürlich schon sehr cool, denn, wie du schon sagst,
Huzllk konzentriert sich eher auf ein paar weinige Bands. Es war dann
natürlich eine große Ehre, in diesen "erlauchten Kreis" von Bands
eintreten zu dürfen.
Habt Ihr Kontakt zu
anderen Hulk-Bands oder kocht da jeder sein eigenes Süppchen?
Tobi:
Wir haben bisher ein paar Gigs mit OUTSIDERS JOY gespielt, die wirklich
sehr grandios waren, und mit ROCKWOHL DEGOWSKI haben wir uns auch schon
zweimal die Bühne geteilt, was ebenfalls ein riesen Spaß war. Und
Anfang Juni haben wir zwei Gigs mit WIZO gespielt.
Dog: Das Gute an solch kleinen Labels ist, dass es sehr familiär zugeht
und man sich immer gegenseitig unterstüttzt. Das sind alles großartige
Bands und super coole Jungs und Mädels, und es ist immer eine
Megagaudi, wenn man sich trifft.
Warum heißt die CD
"Mosquito Sunrise"?
Tobi:
Also, um ehrlich zu sein, bekomme ich die Entstehungsgeschichte zu
diesem Namen auch nicht mehr ganz zusammen. Weder hat einer von uns
eine besondere Affinität zu Tequila Sunrise, noch haben wir irgendwas
mit Mücken zu tun. Letztendlich hat ein Kumpel von uns den Titel als
erstes ausgesprochen, nachdem ich ihm alle unsere bisherigen Ideen
präsentiert habe. Der Kerl war ziemlich hacke und hat dann
wahrscheinlich einfach die Worte, die er verstanden hat oder noch
aufnehmen konnte, aneinandergereiht. Damit hat er uns unnötig lange
Diskussionen um den CD-Titel erspart. Danke, Benji!
Was ist am Sommer der
irischen Stadt
Galway so besonders, dass ihr ein Lied darüber geschrieben habt?
Dog:
In dem Lied geht es nicht um den Sommer als solchen, sondern vielmehr
um die wilden Nächte und verrückten Abenteuer, die man in diser Stadt
erleben kann. Sobald nämlich der Regen etwas wärmer wird und die Sonne
auch öfter mal rauskommt, beginnt die ganze Stadt zu vibrieren. Dieser
"Buzz" in Galway ist einzigartig. Dort herrscht eine kompromisslose
Menschlichkeit in all ihren Facetten. Alles ist durchtränkt von einem
kreativen Wahnsinn. Diese Stadt testet dich auf allen Ebenen deiner
Existenz, findet heraus, was du bereit bist zuzulassen, und haut es
dier einfach so an den Kopf. Bäm! Großartig.
Warum ist jeder ein
bisschen schwul, wie
ihr in eurem Song "Everybody is a little gay" singt? Wie kam die Idee
zu dem Song?
Dog:
Na, das liegt doch auf der Hand, oder vielmehr: in der Hand. Auf einer
Klowand in Oldenburg habe ich mal gelesen "Jeder ist ein bissle schwul,
sonst würd' er nicht onanieren". Denk mal drüber nach. Macht total Sinn.
2008 und 2009 habt ihr ein
paar Konzerte
in Russland gespielt. Wo war das genau?
Tobi:
Das war in Petrosawodsk, etwa 400 km nordöstlich von St. Petersburg.
Wir haben zweimal auf dem Vosduh-Festival gespielt und ein paar weitere
Gigs in Clubs. Die Festival-Gigs waren mächtig, da waren einige tausend
Leute.
Dog: Das war alles sehr abgefahren. Die Leute kannten unsere Musik aus
dem Radio und haben uns auf der Straße angesprochen. Das Festival war
riesig, mit Fernsehübertragung, Pressekonferenzen und Radiointerviews.
Die Club-Gigs waren das genaue Gegenteil. Zum Teil waren das einfach
alte Bunker unter einem abgelegenen Wohnviertel und alles musste sehr
geheim zugehen, damit die rechte Szzene nicht davon Wind bekommt und
den Laden mit Waffngewalt stürmt. Man kam unauffällig in kleinen
Gruppen rein, dann wurde abgeschlossen und erst nach dem Konzert durfte
man wieder raus. Aber offiziell oder geheim - die Leute waren
ordentlich am feiern. Konzerte haben dort noch einen höheren
Stellenwert, als bei uns, wo viele vom Angebot so übersättigt sind,
dass sie sich bei einem Konzert nur hinstellen und berieseln lassen.
(Hannes
Baral: Ox-Fanzine
#98)
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Schwäbisches
Tagblatt
Gig im
geheimen Club - Die Tübinger Band The Savants durchstreifte den
Petrosawodsker Underground
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Trieben
sich eine Woche in der karelischen
Punkrock-Szene herum: The Savants (von links: Bernd Kaiser, Rene
Eckardt, Martin Brunner, es fehlt Tobias Keppeler). Um die
deutsch-russische Punkrock-Handelsbilanz auszugleichen, wollen sie
nächstes Jahr die Petrosawodsker Band Unity of Inferior nach Tübingen
einladen. Bild: Sommer
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Punk in
Putin-Land – geht das überhaupt? In Tübingens Partnerstadt
Petrosawodsk gibt es eine Szene. The Savants spielten im möbliert
vermieteten Proberaum – und auf einer geheimen Bunker-Bühne.
Tübingen.
Im Proberaum im Keller unter einer
Schreinerei in der
Reutlinger Straße hängen die Plakate vergangener Auftritte an den
Wänden, eine Notration Jägermeister-Fläschchen steht auf einem Regal.
Und an der Pinnwand hängen einige hundert Rubel – ein Andenken an die
bislang heimat-fernsten Auftritte der Tübinger Punkrock-Band The
Savants. Im Juni waren die vier acht Tage in Russland, in der
Karelischen Haupt- und Tübinger Partnerstadt Petrosawodsk – und Punk
ist auch dort nicht tot, sondern durchaus sehr lebendig.
Organisiert
hatte den Trip eine Kooperation aus Ost-West-Gesellschaft
und Kulturamt: „Die haben Visa, Flüge und Zugverbindungen bezahlt und
uns gut betreut“, sagt Sänger Martin. In Moskau wurden sie vom Flieger
abgeholt, bekamen eine Stadtführung und dann ging es mit Bass, Gitarre,
Drumsticks, Becken und Fußmaschine im Zug nach Petrosawodsk – 15
Stunden lang.
In der
Tübinger Partnerstadt wurde die Band privat
bei jungen Leuten untergebracht. Die Verständigung mit den Gastgebern
klappte gut: „Die konnten entweder Englisch oder sprachen deutsch“,
sagt Martin. Einer stellte den Kontakt zum Gitarristen von Unity of
Inferior, einer Petrosawodsker Punk-Band, her.
Der nahm
die
Savants mit zu einer Bandprobe. Dabei erlebten die Tübinger gleich
mehrere Überraschungen: „Die kannten sich mit Deutschpunk-Bands besser
aus als wir“, sagt Schlagzeuger Rene, „die fanden, die Sprache passt
gut zur Musik.“ Und der Proberaum war samt Equipment gemietet – und
musste gleich bezahlt werden. Später kam eine Ska-Band dazu,
abwechselnd spielten die Bands sich Stücke vor, man verstand sich gut.
Danach
ging es noch in einen Club in der Stadt. „Richtige Punkschuppen gibt es
da nicht“, sagt Bassist Bernd, „die haben ein echtes Problem mit
Faschisten. Sie können nicht mal Konzerte öffentlich ankündigen.“ Die
rechte Gewalt sei in Petersburg oder Moskau aber deutlich massiver,
erklärten die Punks aus Petrosawodsk, dort sei es richtig gefährlich.
Treffpunkte
und Räume für Konzerte gibt es in Petrosawodsk trotzdem, eben im
Verborgenen. Der Sänger der Ska-Band lud sie zu einer Geburtstagsparty
ein – in einen geheimen Club. In einem der Wohnblocks stand im Hof so
eine Art Beton-Bunker. „Man durfte nur einzeln hinkommen, nicht in
Gruppen. Und die Getränke musste man selber mitbringen“, sagt Rene,
„als alle da waren, wurde abgeschlossen.“ Am Abend darauf standen die
Savants dann selbst dort auf der Bühne – ihre Punk-Gastgeber hatten
ihnen spontan einen Auftritt organisiert. The Savants spielten
gemeinsam mit einer Band aus Israel, 50 bis 60 Leute kamen: „Das war
einfach gut“, sagt Bernd.
Vor
deutlich mehr Publikum spielten
sie beim Vozduh-Open-Air, dem eigentlichen Ziel der Reise: An drei
Tagen kamen rund 20 000 Besucher. Als The Savants sonntags um 14 Uhr
als erste Band auf der Hauptbühne spielten, regnete es – trotzdem waren
600 bis 700 Leute da. Und in die brachten die Tübinger mit ihrem
30-Minuten-Set ordentlich Bewegung. Gewöhnungsbedürftig für die
Punkrocker aus Deutschland: Gepogt wurde unter den wachsamen Augen der
Miliz, die überall auf dem Festival-Gelände präsent war – und mitunter
ganz schön ruppig.
Was bleibt
vom Ausflug in den Osten? Einige
Klischees gingen über Bord („Wir dachten die trinken Unmengen Wodka,
aber die trinken weniger als wir“), und neue Kontakte sind entstanden.
„Toll wäre doch ein Austausch auf subkultureller Ebene“, findet Bernd.
Und einen Anfang wollen The Savants machen. Unity of Inferior sollen
nächstes Jahr nach Tübingen kommen, sagt Martin, eine Art Rückspiel
sozusagen: „Wir wollen was zurückgeben.“
(Jonas
Bleeser, 19.09.08, Schwäbisches Tagblatt)
Zu lesen auch im Internet beim Schäbischen Tagblatt
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OX-Fanzine
Ska-Pack -
Vol. 1: Ska-Variationen aus dem Süden der Republik: RAGIN DIARRHEA, THE
SAVANTS und STEAMY DUMPLINGS
In den letzten beiden OX-Ausgaben besprach ich drei
großartige CDs von süddeutschen Ska-Bands, die mich aufhorchen ließen.
Motiviert von so viel Innovation, hoffe ich, dass die Flaute in Sachen
Ska aus Deutschland nun endlich ein Ende hat und die "Ska Pack"-Reihe
euch regelmäßig interessante neue Ska-Bands vorstellen wird. (...)
Eine noch sehr junge Skapunk-Band sind THE SAVANTS aus
dem "Studentendorf" Tübingen, die sich 2005 gegründet haben. Für
Reggae- und Ska-Fans stehen die COURT JESTERS CREW und deren Nachfolger
SOULFOOD INTERNATIONAL für Tübingen. Ansonsten lebt die Szene von der
losen Initiative "Tübingen Underground". Mitte 2006 erschien das erste
Demo "Prrromilli". Ende 2007 veröffentlichte man das erste, selbst
produzierte Album "Razzmatazz", was so viel bedeutet wie Aufmerksamkeit
erregen wollen oder Effekthascherei. THE SAVANTS sind für mich die
wahren Erben der Skapunk-Legende DISABILITY, die im letzten Jahr
wahrscheinlich für immer die Segel gestzrichen haben. Weniger
chaotisch, dafür extrem eingängig, musikalisch ähnlich innovativ und
virtuos, und textlich humorvoll, "klingen wir ein bißchen nach BAD
RELIGION", wegen des mehrstimmigen Gesangss, "ein bißchen nach RANCID
wegen der Skapunk-Mischung, und ein bißchen nach NOFX wegen des Spaßes
an der Musik". Tobster (Gitarre) spielt noch bei SCUFFPROOF und Bernd
(Bass) bei DECIBEL DEMON. Der Rest träumt von einer "Pamela
Anderson"-Tribute-Band. Ein Ziel auf gewaltigem Doppel-D-Niveau.
Vielleicht aber auch der Schlüssel zum Erfolg, um sich weitere kurz-,
mittel- oder langfrsistige Träume, wie mehr Konzerte, ein coooles Label
und endlich einen funktionstüchtigen, geräumigen Bandbus mit Kühlfach
zu erfüllen. (...)
Bei derartigem Funkenflug von Idealismus und Tatendrang
wünsche ich mir, dass die deutsche Ska-Szene endlich Feuer fängt und
durch frische und neue Impulse wie RAGIN DIARRHEA, THE
SAVANTS und STEAMY DUMPLINGS wieder belebt wird.
(Simon Brunner: Ox-Fanzine
#76, 02/08)
Zur Quelle (03.10.2010)
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Freies
Radio Wüste Welle
TSDUA -
Tübingen sucht den Underground Allstar - 14 Bands
und ein Sender
Live aus
dem Epplehaus übertrug die Wüste Welle letzten Samstag von 20:00 -
02:30 das
Tübingen Underground Allstars Konzert Vol. III
Die Jury
wählte folgende Bands auf die ersten drei Plätze:
1. The
Savants
2. Twelve Angry Men
3. Decibel Demon
Wenn sich
in Dieter Bohlen der Tiefpunkt der deutschen Fernsehkultur
manifestiert, dann demonstriert das Freie Radio Wüste Welle
eindrucksvoll seine
Leuchtturmstellung in Sachen Gegenöffentlichkeit.
Bei TSDUA
lösen sich augenscheinliche Widersprüche in Luft auf, denn die
Subkultur feiert sich selbst, klopft sich auf die Schulter, dass hier
kein
Retorten-Casting austauschbare Klone züchtet und keine Plattenfirma mit
dickem
Werbebudget den letzten Rest an künstlerischer Freiheit einstampft,
sondern
hier weht ein Hauch von echter und ehrlicher DIY-Attitüde.
Tübingen
Underground beweist mit der dritten Ausgabe des selbstproduzierten
Samplers, wie vielfältig und qualitativ hochwertig das musikalische
Wirken
abseits des Mainstream in der Region sein kann. Vol.I trug den Titel
"Hier
Kotzte Goethe", Vol.II gab die Empfehlung "Studenten Wascht
Euch" und die aktuelle Zusammenstellung ziert ein Graffiti aus der
Eingangshalle des Wohnprojekts in der Münzgasse 13: "Feuer + Flamme".
Für die
allermeisten der beteiligten Bands ist dies der einzige Weg zu einer
Tonträgerveröffentlichung, die angesichts des geringen Verkaufspreises
von 7 €
einen erschwinglichen und vergnüglichen Überblick der alternativen
Musikszene
bietet.
Der
Tübinger Underground ist lebendiger denn je und der Zusammenschluss mit
dem Freien Radio Wüste Welle für die Liveübertragung der
CD-Präsentation ist
die logische Konsequenz einer ideellen Verbundenheit, die in der
Ablehnung der
kommerziellen Vereinnahmung von Kultur und in einer basisdemokratischen
Ausrichtung wurzelt.
Wir hören
uns!
Zur Quelle (17.02.08)
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come...
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